Fit mit Herz

10. März 2006

In Deutschland leben viele Patienten mit Herzbeschwerden, die aber auch mit und trotz ihres Leidens sportliche Aktivitäten absolvieren wollen oder auch sollen ...

Sport für Herzpatienten

In Deutschland leben viele Patienten mit Herzbeschwerden, die aber auch mit und trotz ihres Leidens sportliche Aktivitäten absolvieren wollen oder auch sollen. Insbesondere die Herzinfarkt-Patienten werden heute dazu gebracht, sich nach einer Erholungsphase sportlich zu betätigen.

Eines ist klar: Bevor der Herzpatient Sport treiben darf, muss er eingehend vom Arzt untersucht werden. Eingeschlossen sind hier auch Belastungsuntersuchungen, die dem Arzt deutlich zeigen, ob der Patient geeignet ist, sein Herz zu belasten und Sport zu treiben. Nur auf dieser Grundlage kann ein vernünftiger, das ist ein praktisch nützlicher und risikoarmer Therapieplan und dann Trainingsplan erstellt werden.

Das allgemeine körperliche Leistungsvermögen wird durch die Kapazität der Atmungskette definiert: Die ist die Fähigkeit des Körpers, Sauerstoff aus der Luft in die arbeitenden Körperzellen zu transportieren und Kohlendioxid zu entsorgen. Für die Leistungsfähigkeit dieser Atmungskette spielen drei Systeme eine wichtige Rolle: Die Lunge, das Herz und der Kreislauf sowie die Skelettmuskulatur sind hier verantwortlich. Wenn eines dieser Glieder der Atmungskette nicht richtig funktioniert, so ist die körperliche Leistungsfähigkeit reduziert. Was ist nun die Aufgabe des Herzens? Das Herz-Kreislaufsystem hat die Aufgabe, die Blutzirkulation bedarfsgerecht zu gewährleisten. Nur dann, wenn in der Lunge ausreichend Sauerstoff getankt und die Muskulatur genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhält, kann der Körper eine entsprechende Leistung erbringen. Herzkranke haben nun das Problem, dass die Pumpleistung des Herzens reduziert ist und dadurch schon typische Alltagsbelastungen das Symptom Luftnot erzeugen.

Ein körperliches Training, insbesondere eine Bewegungstherapie, soll sinnvollerweise die Atmungskette trainieren. Wird die Atemkapazität gesteigert, so verbessert sich die Sauerstoffaufnahme. Die Blutzirkulation bessert sich durch eine Optimierung der Herztätigkeit, die Muskulatur nutzt den Sauerstoff besser, wenn die Muskelstruktur verbessert wird, die Durchblutung des Muskels vermehrt ist und der Stoffwechsel im Muskel steigt. Bei Herzpatienten kann dann durch die Verbesserung der Atemtätigkeit und der Optimierung der Muskulatur das Herz entlastet werden. Das körperliche Training verbessert also die Arbeitsbedingungen des Herzens.

Mit welchen Formen des Trainings erzielt man solche Effekte? Alle Tätigkeiten, die große Muskelgruppen des Körpers trainieren (wie die Beine) und eine gleichförmige Steigerung der Atmungskette (durch die Beschleunigung der Atmung und der Herzfrequenz) erreichen, sind Fitness für den Herzpatienten.

Daher zählen zu den Trainingsformen, die optimal für Herzpatienten sind:

  • Radfahren
  • Wandern
  • Jogging
  • Schwimmen
  • Skilanglauf
  • Walking

Man bezeichnet diese Sportarten auch als aerobes dynamisches Ausdauertraining, wenn denn der Körper nicht zu sehr beansprucht wird. Gymnastik zur Steigerung der Kondition und der Funktionen ergänzen das Training. Auch Golf, Tennis, Federball, Volleyball sind dann erlaubt, wenn nicht der Wettkampf im Vordergrund steht. Verboten sind Sportarten, die Pressen und Drücken erfordern, wie Gewichtheben, Bodybuilding, etc. Wichtig ist, dass das Training dosiert ist, regelmäßig erfolgt und langfristig absolviert wird.

Die Dosis legt der Arzt fest, der die Medikation und das Maß der Herzkrankheit für die Berechnung der Intensität und die Dauer des Trainings berücksichtigen muss. Die Regelmäßigkeit ergibt sich individuell, sollte aber bestimmte Abstände einhalten. Der beste Effekt für ein Training ergibt sich bei täglichem oder zweitäglichem Absolvieren der Übungen.

Langfristig sollte das Training durchgeführt werden. Gute Trainingserfolge klingen bei einer Unterbrechung ab. Nur eine über Jahre gehende sportliche Aktivität bringt gesundheitliche Effekte.

Aber das wichtigste beim Training von Herzpatienten ist die Kooperation mit einem Arzt, der die sportlichen Aktivitäten begleitet und dosiert.

Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach einer Herzsportgruppe in Ihrer Nähe.

Öffnungszeiten

Montag - Dienstag - Donnerstag - Freitag:
07:30 Uhr - 19:30 Uhr
Mittwoch:
07:30 Uhr - 18:30 Uhr
Samstag:
08:00 Uhr - 14:00 Uhr

» Unsere Notdienste

Aktion in der Apotheke erscheint hier

Die Apotheke macht eine Aktion. Die Aktion wird hier angerissen. Die Apotheke macht eine Aktion....

 

Nicht mehr Rauchen!

Jetzt ist es sehr aktuell: Das Rauchen wird immer mehr in der Öffentlichkeit verboten, Außerdem war...

 

Tabuthema Scheideninfektion

Für viele Frauen sind Scheideninfektionen auch heute noch ein Tabuthema, obwohl etwa jede Dritte...

 

Gesund durch Herbst & Winter

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist für eine gesunde Lebensweise unabdinglich....

 

diabetes-life - Kennen Sie Ihren Blutdruck?

Kennen Sie Ihren Blutdruck?

Nein? - Dann lassen Sie ihn jetzt in Ihrer „diabeteslife“ Apotheke messen, denn Ihr Blutdruck kann erhöht sein, ohne dass Sie es merken. Wir beraten Sie gerne rund um das Thema „Diabetes“ und halten kostenloses Informationsmaterial für Sie bereit.