Vitamin C - der Alleskönner

13. April 2006

Jeder kennt Vitamin C. Chemisch nennt es sich Ascorbinsäure. Diese Ascorbinsäure kommt in allen lebenden Zellen vor ...

Jeder kennt Vitamin C. Chemisch nennt es sich Ascorbinsäure. Diese Ascorbinsäure kommt in allen lebenden Zellen vor. Besonders reich an Vitamin C sind frische Früchte wie Johannisbeeren, Sanddornbeeren, Hagebutten, Apfelsinen, Zitronen. Wichtiger Vitamin-C-Lieferant ist auch die Kartoffel und nach neuen Erkenntnissen auch die Innenschale der Zitrusfrüchte.

Ascorbinsäure wird nicht nur von Pflanzen, sondern auch von vielen Tieren selbst synthetisiert. Nur der Mensch, der Affe und das Meerschweinchen können das Vitamin C nicht bilden, weil ihnen ein bestimmtes Enzym zum Aufbau der Ascorbinsäure fehlt. Klassische Mangelerkrankung ist der Skorbut, der sich in Muskelschwäche, Müdigkeit und lockeren und ausfallenden Zähnen äußert.

Vitamin C ist wichtig für eine Reihe von Stoffwechselvorgängen, bei denen biochemische Redoxvorgänge ablaufen. Diese werden dann von der Ascorbinsäure gebildet, die reversibel in die Dehydroascorbinsäure übergehen kann. Sie ist auch beteiligt an der Bildung von Nebennierenrindenhormonen, an der Bildung von Stoffen, die das Kollagen herstellen, am Abbau von Aminosäuren, an der Abdichtung von Kapillaren und der Aktivierung des Thrombins, eines Stoffes, der die Blutgerinnung beschleunigt. Vitamin C fördert die Eisenresorption und steigert Immunitätsvorgänge.

Schon im Jahre 1941 wurde festgestellt, dass ohne Vitamin C die Bildung von Bindegewebe in Wunden ausbleibt, was zu einer erhöhten Infektionsgefahr führen kann. Dann wurde auch in zahlreichen Studien der potentielle Nutzen von Vitamin C bei Erkältungskrankheiten getestet. Es ist bewiesen, dass die Krankheitsverläufe von Erkältungen unter hohen Vitamin-C-Gaben deutlich gemildert verlaufen, hauptsächlich der Husten lässt sich reduzieren. Die Bedeutung von Vitamin C für die weißen Blutzellen kann auch an der Tatsache erkannt werden, dass dessen intrazelluläre Konzentration über das 100fache der Plasmakonzentration beträgt. Vitamin-C-Mangel führt bei Leukozyten zu einer geringeren Beweglichkeit und Reaktivität. Daher kann man auf jeden Fall davon ausgehen, dass bei Erkältungskrankheiten ein erhöhter Bedarf an Vitamin C besteht.

Es gilt daher: Bei Erkältungen ist man wieder eher fit, wenn man sich auf den Alleskönner Ascorbinsäure verlässt! Vitamin C gibt es in der Apotheke als reines Pulver, von dem man eine Messerspitze in einem Glas Wasser auflöst und das dann trinkt. Daneben werden in der Apotheke auch Brausetabletten, Lutschtabletten und Retardkapseln mit einer verzögerten Freisetzung des Vitamin C angeboten.

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